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I. Wie alt ist die Kirche? Archäologen haben an Hand älterer Fundamentteile herausgefunden, dass es in Kitzen schon vor der heutigen eine frühere Kirche gegeben hat. Und das Alter der heutigen Kirche wird schon auf 920 bis 950 Jahre geschätzt. Wie alt jedoch die betreffenden Fundamentteile sind, ist noch unklar. Um die Kirche trocken zu legen, wurden an verschiedenen Stellen rund um das Gebäude Ausschachtungen vorgenommen. Dabei wurde festgestellt, dass gar keine Trockenlegung erfolgen muss. Vielmehr waren in früheren Zeiten immer mehr Aufschüttungen vorgenommen worden, so dass über die Fundamente hinaus Erde angelagert wurde. Das führte dazu, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen konnte. Gleichzeitig boten die Ausschachtungen den Archäologen Gelegenheit, sozusagen unter die Kirche zu blicken. Dabei wurden Fundamente gefunden, die offenbar darauf schließen lassen, dass die Kiche älter ist, als bisher angenommen. Bislang war davon ausgegangen worden, dass es in Kitzen seit 920 bis 950 Jahren - also etwa seit 1150 - eine Kirche gibt. II. Wieso war die Kirche viele Jahre herrenlos?
Dass eine Kirche niemandem gehört, ist wohl ziemlich beispiellos. Aber mit der Kitzener Kirche verhielt es sich genau so. Wie es dazu gekommen ist, klingt nahezu kurios.
III. Die SanierungNach bisherigen Schätzungen bedarf es eines finanziellen Aufwands von drei Millionen Euro, um die Kirche komplett zu sanieren. Das ist von heute auf morgen nicht zu schaffen. Aber nach den Worten von Ingrid Riedel ist damit begonnen worden, die Schwachstellen der Kirche zu beseitigen, denn ansonsten hätte die Sperrung der Kirche gedroht. Eine dieser Schwachstellen waren Tonnen von Schutt auf dem Dachboden. Rund 50 Menschen haben schon 2009 daran mitgewirkt, den Bauschutt aus früheren Jahren vom Dachboden zu holen. Vier große Wagenladungen - Traktorenanhänger - voll wurden weggeschafft. Damit ist die Dachkonstruktion deutlich entlastet worden. Handwerksbetriebe aus dem Ort haben die notwendige Technik zur Verfügung gestellt. 2010 hat sich eine ganze Menge bewegt. Es ist dank der zugesagten Fördermittel damit begonnen worden, das Südportal zu erneuern. Die Restauratorin Birgit Menzel aus Leipzig arbeitet in ihrer Werkstatt daran. Sie hat die Säulen mitgenommen und arbeitet sie über den Winter auf. Weitere Fördermittel sind beantragt worden und sollen für die Dachsanierung und die Erneuerung des Gebälks genutzt werden sowie für die weitere Trockenlegung. Beantragt wurde das Geld beim Amt für ländliche Entwicklung, aber es gibt noch keine Zusagen. Die Hoffnungen ruhen auf dem Programm "Integrierte ländliche Entwicklung". Die ersten Sanierungserfolge sollenn 2011 sichtbar sein. Dann soll das Südportal in alter Schönheit erstrahlen. Die Vergabe der entsprechenden Fördermittel ist an die Bedingung geknüpft, dass das Vorhaben auch innerhalb eines Jahres abgeschlossen wird. Die Trockenlegung übrigens könnte sogar mit Eigenkapital des Vereins geschafft werden. Nach Auskunft von Siegwald Bielesch vom Vorstand des Fördervereins sind die Mauern jetzt schon gut ausgetrocknet. Für die Innensanierung müssen aber neue Fördermöglichkeiten gesucht werden. Allerdings ist für den Innenanstrich schon Material gestiftet worden. Nachgedacht wird auch über eine Heizung, aber das ist noch Zukunftsmusik Dach und Gebälk haben Vorrang. Außerdem muss auch die elektrische Anlage vor dem Anstrich geprüft und eventuell erneuert werden. Wie schnell die schadhaften Balken im Dachraum der Kirche ersetzt werden können, hängt unmittelbar von den Finanzen ab. Je nach Größe kostet ein solcher Balken zwischen 350 und 600 Euro. Mit dem Denkmalschutz und den Archäologen wurde inzwischen abgestimmt, dass die ausgeschachteten Stellen wieder verfüllt werden, aber die Anschüttung nicht mehr so hoch ausfällt. Es erfolgen eine Angleichung an das Niveau des Friedhofsgeländes und der Einbau einer Sperrschicht aus Ton und Lehm, um die Feuchtigkeit vom Mauerwerk fern zu halten.
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Die Ausschachtungen für
Über eine Schüttrutsche wurden
Ein Blick in die Balkenkonstruktion
Steile Holzstiegen führen
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